Freitag, 27. März 2015

DIY: Diorama Gartenzwerge

Ich mag kleine Welten, also mag ich natürlich auch Dioramen. Und so dachte ich, ich könnte ja mal eines selbst herstellen. Gut, wenn man eh auf der Suche nach einem sehr individuellem Geschenk ist- es ist einzigartig, selbstgemacht und man kann es aufhängen.




Gerahmt und hinter Glas


Da so ein Diorama allerdings ein ziemlicher Staubfänger sein kann, musste eine Lösung her, die das Werk vor Umwelteinflüssen schützt (ob jetzt für einen selbst, oder wenn es verschenkt werden soll...). Glücklicherweise gibt es mittlerweile extra tiefe Bilderrahmen- perfekt für mein Vorhaben.

Größenvergleich zu einer CD- Hülle
Es sollte ein Zwergendiorama werden- für jemanden, der Gartenzwerge mag. Und es sollte verspielt und bunt werden. Eine kleine, heile Zwergenwelt.

Diorama Gartenzwerge

Bis auf die Zwerge ist die komplette Landschaft inklusive Frosch, Schlangen, Seerosen, Pilzen, Blumen und Schmetterlingen mittels Handarbeit gestaltet worden. Die Tiere, Blumen und Pilze sind aus Modelliermasse, die Pflanzen aus Islandmoos.

Detailansicht


Die Tiefenwirkung wird durch schmale Styroporstreifen erzielt, die insgesamt drei Ebenen ergeben und die Wasseroberfläche wurde mit hochglänzendem Gel überzogen um den Glanz zu verstärken.

Zuerst wird die Landschaft des Dioramas mithilfe von Styropor gestaltet.

Die Leichtstrukturpaste sorgt für eine lebendige Oberfläche, nachdem sie getrocknet ist, kann angemalt werden.
Das farblose Gel ist auch ein wunderbarer Kleber (eine Heißklebepistole ist zwar auch toll, allerdings nerven mich diese Fäden immer so), hiermit wurden alle "Lebewesen" platziert (nachdem sie angemalt wurden!).

Islandmoos ist eine tolle Sache, um das "Dach" zu gestalten.Es verstärkt noch einmal die Tiefe des Bildes und wird für ein paar Büsche verwendet.

Auf der Suche nach diversen Gegenständen bin ich auch auf Zubehör für den Modellbau gestoßen- grundsätzlich interessant, wenn man kleine, aber dennoch sehr detailreiche Figuren, Pflanzen oder Tiere benötigt und keine Lust hat, diese selbst zu formen (ist schon recht frickelig, vgl. hierzu den Frosch zum Zwerg und der CD- Hülle ;). Achtung, nicht alle Modellbaufiguren sind bereits coloriert! Bei diesem Diorama habe ich mich allerdings gegen Modellbaumaterial entschieden.

Material: 

Zwerge, Acrylfarbe, ein extra tiefer Rahmen, Islandmoos, Modelliermasse, Styropor, Leichtstrukturpaste, farbloses Künstler- Gel, ganz kleine Steine, Einmal- Handschuhe

Werkzeuge: 

Messer, Pinsel, Spachtel, Skalpell

Dienstag, 10. März 2015

Drama im Mikrokosmos

Ich bin ja immer wieder fasziniert, welche unfassbaren Auswirkungen ein augenscheinlich kleiner Eingriff in die Natur hat- und wie er in rasender Geschwindigkeit von eben dieser gelöst wird- nicht immer zu Gunsten aller Lebewesen...




In diesem Beispiel mussten im Garten 4 Steinplatten ihren Platz verlassen. Neben einigen Schnecken (argh... Staatsfeind No. 1, siehe auch hier) wurden auch unter 2 Steinen junge Ameisennester freigelegt. Wenige Minuten später kreuzte ein Regenwurm das Gebiet. Während die meisten der Ameisen nun damit beschäftigt waren, ihr Nest in Sicherheit zu bringen (immerhin haben sie gerade ihr Dach verloren) griffen einige der Arbeiterinnen den Regenwurm an.

Noch ist die Welt halbwegs in Ordnung


Dieser hatte keine Chance. Ein wenig schockiert war ich durch die Beobachtung des Reflexes in dem Moment, als der Wurm das Gift der Ameisen zu spüren bekam. Da soll mir noch einmal jemand erzählen dass so "niederes Getier" keinen Schmerz spüren würde- ob nun aus Reflex oder nicht, der zuckt zusammen als hätte er einen Stromschlag erhalten.

Nach den ersten Angriffen


Einen Teil des Dramas konnte ich filmisch festhalten (Regenwurm No. 2 konnte- soweit ich es beobachtet habe- verletzt fliehen).

Gerade Ameisen überfordern meine Vorstellungskraft bisweilen maßlos. Da ist dieser kleine Staat in der Lage, innerhalb weniger Stunden das komplette Nest (hier inkl. der Beute) an einen anderen Ort zu verfrachten... faszinierend, oder? Und alles nur, weil eine Steinplatte entfernt wurde.

Bei einer kleinen Recherche über Regenwürmer fand ich übrigens heraus, dass diese eine Lebenserwartung von mehreren Jahren haben, sehr spannend :)

Freitag, 26. Dezember 2014

Erfahrungsbericht: 4 Monate Ernährungsumstellung und eine Getreidemühle...

Seit nunmehr 4 Monaten mahlen wir unser Getreide selbst. 


Die Getreidemühle

Die Gründe waren eine Kombination aus vielen Punkten:
Eine Ernährungsumstellung aus gesundheitlichen Gründen- nichts dramatisches, aber auch nichts, womit man eben gerne lebt: Unwohlsein nach einigen Lebensmitteln, Sodbrennen- jedoch auch bisweilen Müdigkeit und wenig Energie. Dazu ein immer größer werdendes Gefühl, dass mit der heutigen Ernährungsform viele Ursprünge verloren gegangen sind. Fast alle Lebensmittel werden chemisch behandelt, erhitzt, es werden Zusatzstoffe zugeführt und wichtige Bausteine entfernt... Da stellte sich die Frage "Möchte ich so weiter essen?".

In einem 80:20 Maß war die Antwort eindeutig "NEIN".

80:20, weil die Verlockung auf etwas "ungesundes" doch da ist, weil wir uns nicht selbst durch Verbote geißeln wollen und weil ich einfach ab und zu Lust auf Industriezucker habe. Kurz es sollte umsetzbar sein!
Also 80% gesünder essen, aber 20% dürfen auch mal "böse" sein.
Bewusst geht es hier nicht um eine Diät oder um eine Umstellung auf Bio- Produkte. Es ging uns darum, das eigene Eßverhalten zu beleuchten und umsetzbare Möglichkeiten auszuprobieren um zu schauen, was sich verändert.

Und nun zur Umsetzung:

Um Mehl selbst mahlen zu können braucht es eine Getreidemühle. Diese gibt es mit Strom und (z.B. für eine Person) als Handmühle. Eine Kaffeemühle kann auch funktionieren. 
Wir haben uns für eine elektrische Getreidemühle entschieden, die "Fidibus 21", (auf Empfehlung von Anderen, viele erhältliche Mühlen sind jedoch mit Sicherheit ebenfalls sehr gut).
Das ist natürlich mit mind. 200 Euronen erst mal eine teure Anschaffung- aber man gönnt sich ja sonst nichts ;) Die Bedienung einer Getreidemühle ist im Allgemeinen sehr, sehr einfach und die Mühle ist ausgesprochen pflegeleicht. Ich empfehle jedoch, sich bei Bedarf in die Thematik einzulesen.

Dann noch eine Großbestellung diverser Getreidesorten (5- Kornmischung, Weizen, Dinkel, jeweils 2,5 kg) und es kann losgehen. Beim Getreide ist bei dieser Ernährungsphilosophie unbedingt darauf zu achten, dass es sich um keimfähiges Getreide handelt (also so unbehandelt wie möglich). Wir haben bis jetzt die besten Erfahrungen mit dem Getreide von Getreidemuehlen.de gemacht. Aus Kostengründen und den Erfahrungen von anderen Nutzern greife ich jedoch auch zu dem keimfähigen Weizen und Dinkel von enerbio (u. a. Roßmann).

Zum Frühstück Frischkornbrei:

Jeden Morgen gibt es nun seit Beginn des Einzuges der Getreidemühle den sogenannten Frischkornbrei.
Für 2 Personen: 6 El. der 5- Kornmischung werden am Abend grob geschrotet und über Nacht in Wasser eingeweicht und am nächsten Morgen durch Zugabe von 2 El. Sahne, 1-2 El. Honig, 1 Spritzer Zitrone (nach Geschmack), einer Banane und einer Birne fertig zubereitet. Die Früchte werden dafür entweder fein gestückelt oder manchmal auch püriert. Bei der Sahne ist darauf zu achten, dass sie nicht hocherhitzt wurde. Frischkornbrei hört sich am Anfang sehr eigentümlich an... alleine schon der Name. Aber wenn man ihn erst probiert hat, relativiert sich das komische Gefühl. Er ist wie ein süßes, feines Müsli. Ich bin normalerweise ein herzhafter, unregelmäßiger Frühstücker gewesen, und ich vermisse weder das Brötchen noch die Wurst! Zum Antesten gibt es in den bekannten Drogeriemärkten bzw. im Reformhaus/ Bioladen auch schon fertige Mischungen des Getreides, somit kann jeder auch ohne die Getreidemühle schon einmal ausprobieren, einfach mal nach einer fertigen 5- Kornmischung fragen. Auch bei der Zugabe des Obstes darf experimentiert werden, bei uns kommt die Birnen- Bananen- Variante sehr gut an, Äpfel funktionieren auch super. Das Karibik- Experiment mit Kokos und Ananas hingegen war ein großer Flop.
Dank der heutigen Technisierung ist der Aufwand minimal, ich benutze morgens einen praktischen Handzerkleinerer oder den Pürierstab für das Obst und mein Partner setzt abends die Körner an. In den 4 Monaten ist der Frischkornbrei nicht einmal ausgefallen.

Weizen- Dinkelmischung kurz vor dem Mahlen

Brot nicht mehr vom Bäcker:

Mir ist wie erwähnt die Umsetzbarkeit wichtig. Und das sollte für Brot als Grundnahrungsmittel in jedem Fall gelten. Also müssen die Rezepte einfach und das Ergebnis schmackhaft sein. Chefkoch.de ist hier meine erste Adresse. Dort gibt es eine Vielzahl einfacher Rezepte mit und ohne Hefe, mit und ohne Gehzeit etc. Inklusive Back- und (nicht vorhandener) Gehzeit steht so nach 45- 90 min., je nach Rezept, ein frisches, leckeres Brot auf dem Tisch. Da es das Brot nur 2-3x pro Woche zum Abendessen gibt, reicht es aus, 1x pro Woche zu backen.

Kleinigkeiten fernab der Mühle, die wir geändert haben:
  • Zucker wird wo immer möglich durch Honig ersetzt 
  • Möglichst vor allen Mahlzeiten gibt es einen Salat 
  • Handelsüblicher "Billig- Essig" wird durch trüben Apfelessig bzw. durch möglichst wenig behandelten Essig ersetzt
  • die Zutatendeklaration wird intensiver gelesen, auf bedenkliche Inhaltsstoffe wird weitestgehend verzichtet
  • Der Fleischkonsum wird bewußt reduziert
  • Es wird hochwertigeres Öl verwendet 
  • Es wird "ganz normale" Butter verwendet 
  • Milch wird gemieden bzw. reduziert (ich kann mich einfach noch nicht von meinem Milchkaffee trennen...)

Fazit:

Es ist uns über 4 Monate ohne Verzicht und einfach möglich gewesen, unsere Ernährung in einigen wesentlichen Punkten massiv zu ändern. Das alleine ist schon ein großartiges Gefühl. Natürlich haben wir uns am Anfang sehr intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt, aber mittlerweile hat sich das Einkaufsverhalten automatisiert/ ritualisiert. Hier noch die Veränderungen, die ich wahrgenommen habe:
  • Im Einkaufswagen finden sich automatisch noch mehr frische Produkte als zuvor 
  • Wir produzieren weniger Müll
  • Süßkram wird nur noch als "Genußmittel" und wesentlich weniger konsumiert und fehlt dank des eher süßen Frühstücks nicht
  • Der zeitliche Aufwand ist minimal, ich habe manchmal den Eindruck, es geht sogar schneller 
  • Es ist nicht teurer, dafür Vollwertiger
  • Gesundheitlich fühlen wir uns besser
  • Das Hautbild wurde klarer
  • Das Wohlbefinden im Allgemeinen ist tatsächlich besser geworden, das subjektive Empfinden von "Es geht mir richtig gut" ist häufiger da als vorher
  • Durch eine Filterung der Lebensmittel konnte herausgefunden werden, welche Lebensmittel für das Unwohlsein/ Sodbrennen verantwortlich waren
  • Unsere Ernährung ist nicht perfekt, aber es ist ein gewaltiger Schritt in eine ursprünglichere Ernährung, die die Chance gibt, das Risiko für "Zivilisationskrankheiten" zu senken
  • Der Obstkonsum hat deutlich zugenommen
  • Wir bleiben dran!!! :D

Samstag, 4. Oktober 2014

Herbsimpressionen

Zwar mit spätsommerlichen Temperaturen, aber doch, der Herbst ist da. Also nochmal raus und die letzten warmen Tage genießen.


Das Lampenputzergras steht in voller Blüte, die letzten Rosen, das Pampasgras und das Schmuckkörbchen ebenso. Zeit, mal wieder ein bisschen mit den Fotos zu spielen, zu experimentieren. Der Winter naht ;)


Lampenputzergras
Rose, Erinnerung an die Zeit der Glanzbilder

Pampasgras zwischen Haselnüssen

Schmuckkörbchen

Schmuckkörbchen



Sonntag, 28. September 2014

Insekten- Shooting

Ein erfolgreicher Tag in Sachen Insektenfotografie


Eigentlich wollte ich heute im Garten einiges auf Vordermann bringen. Aber wie das Leben so spielt kommt es gerne anders, als man denkt. Also viel Spaß mit einer herzigen Wanze, Libellen, `nem Schmetterling, einer Baby- Schnecke und einer emsigen Ameisenkolonie...


Gemeine Wiesenwanze

Blaugrüne Mosaikjungfer, Makro

Blaugrüne Mosaikjungfer

Teichjungfern bei der Paarung

Tagpfauenauge

Baby- Gehäuseschnecke

Ameisen in einer Zucchiniblüte

Samstag, 6. September 2014

Wie man eine Paprika schneidet...

Heute möchte ich zeigen, wie man eine Paprika in nur einem Arbeitsschritt sauber schneidet und entkernt.


Im weitesten Sinn gehört ja auch die Zubereitung des Gemüses in die Gartenrubrik.

Ich war früher immer sehr frustriert, wenn es Paprika geben sollte- egal, wie ich es versucht habe, immer musste ich danach wegen dieser fiesen Kerne die Frucht zum 2. Mal abwaschen.  
Doch das ist jetzt vorbei, und man benötigt dabei nicht mehr, als ein einfaches (scharfes ;) Küchenmesser, ein Brettchen und natürlich die Paprika.

Also viel Spaß:




Donnerstag, 22. Mai 2014

Insekten im Garten

Und noch mehr Kleingetier im Garten.

Wer ein wenig aufmerksam in der Erde buddelt, Sträucher beschneidet oder einfach nur durch die Botanik wandelt, dem begegnet so manch` kleines Getier.

rote Libelle (Teichjungfer?)

In den letzten 2 Wochen wollten diese tierischen Gäste mal Topmodel spielen. Der kleinen roten Libelle bin ich für ihre Geduld sehr dankbar, blieb sie doch für mehrere Minuten am Platz. Wohingegen der Hundertfüsser mit leichtem Gegenwind ausgebremst werden musste- ein hektischer kleiner Kerl, der einfach nur schnell wieder ins dunkle Erdreich verschwinden wollte.


Teichjungfer

Eine eher unscheinbare Teichjungfer ruht auf dem Pampasgras während der Wollschweber ein ausgiebiges Sonnenbad geniesst.

Wollschweber

prächtiger Blattkäfer

Der prächtige Blattkäfer- nach einer kleinen Recherche im Netz war mir dann auch klar, warum der Gute nicht fliegen wollte: Diese Spezie ist im Gegensatz zum Marienkäfer äußerst flugfaul.

Hunderfüsser

Unsere einheimischen Hundertfüsser sind zum Glück recht klein und harmlos- während andere Arten bisweilen mit schmerzhaften und giftigen Bissen daher kommen und vom Naturell her schon als ausgesprochen aggressiv gelten.