Montag, 11. Mai 2015

Mystische Spinnweben

Meine Thuja- Hecke ist ein wahres Eldorado für Spinnen- und zwar auch für die, die augenscheinlich extrem unkontrollierte Netze bauen.


Zeit, um mich in Sachen Mikrokosmos mal fotografisch damit zu beschäftigen dachte ich so. Und heraus gekommen sind diese- meiner Meinung nach echt schicken- Bilder. Viel Spaß!

Ich kann mich gar nicht entscheiden, welches ich schöner finde, dieses hier hat was mystisches...

... und hierbei gefällt mir der einzelne Tropfen oben so gut.

Sonntag, 10. Mai 2015

Von Molchen und Meisen

Oder "Das Ding aus dem Sumpf" und "Mein Wohnwagen hat `ne Meise"


Im letzten Herbst habe ich endlich an meiner Laube 2 Nistkästen angebracht. Einen Wohnwagen und eine Vogelvilla. Gab`s für "dafür kann man das nicht selber bauen" im Discounter meines Vertrauens. Und laut Beschreibung vollauf vogeltauglich- müsste ich mir doch beim Eigenbau wieder Gedanken um unschädliche Farben etc. machen.

Und vor ein paar Tagen, sehr zu meinem Erstaunen, hörte ich plötzlich ganz leises Vogelgezwitscher aus dem Wohnwagen. 


Ick froi mir so- meine ersten Meisen :)

Die Eltern kommen mit dem Futter gar nicht nach

Nicht die beste Bildqualität, aber der Aufbau gefiel mir sehr gut

Und im Teich laicht der Molch

Sagte ich Teich? Ich meinte Tümpel- eine Miniversion in Sachen Gartenteich. Aber: von so vielen Molchen besiedelt, dass ich in einem heimischen Aquarium bei der Anzahl vermutlich Streß mit den Tierschützern bekäme. Nun, diese Gesellen kommen zum Glück von selbst dorthin. Und um meinen Tümpel herum sind alle anderen Teiche von fischigen Mitbewohnern besiedelt, somit stehe ich voll zu meinem "Teich", ein echtes Biotop. Es ist so spannend!!!

Bergmolch

"Das Ding aus dem Sumpf"
 
Schnell auftauchen...

... nach Luft schnappen...

... und wieder abtauchen.





Samstag, 2. Mai 2015

Kleine Rosenkäferstudie

Der goldglänzende Rosenkäfer gehört zu den geschützten Käferarten und wurde 2000 zum Insekt des Jahres gewählt. 


Mir ist der Gute heute im Garten vor die Linse geflogen und ich hatte für ein paar Minuten sehr viel Spaß mit ihm. Er meinte nämlich, sich kurz mal tot zu stellen. Nachdem ich ihm wieder auf die Beine geholfen hatte, verharrte er noch einen Moment in einer "Ich seh` Dich nicht, dann siehst Du mich auch nicht"- Stellung um kurz danach mit einer unfassbaren Lautstärke für so ein Insekt loszufliegen.

Wie gesagt, er ist geschützt- und er tut nix- also KEIN Schädling!!!

"Ich tu`nur so"


"Bin gar nicht da..."
"Na gut, ich trau`mich mal raus"

"Mach Dein Bild, dann hau`ich ab!"

Samstag, 25. April 2015

Monochrome Blüten

Ja, ich habe mir ein neues Spielzeug geleistet: Die Olympus OMD 5 MarkII :D


Und diese bringt einen für mich erfrischend neuen Artfilter Namens "Partitielle Farbe" mit. 

Bei dem Filter verhält es sich wie folgt: Im Menü kann einfach mittels Farbrad die Farbe ausgewählt werden, die in der schwarz- weiß- Darstellung ihren Ton behalten soll.

Ich dachte nun für meinen Teil, diese Art der Bildgestaltung sei mittlerweile passé, aber bei Bildern ist es ein bisschen wie mit der Mode, alles kommt irgendwann wieder. Und es gefällt mir gerade im Bereich Blüten- Makro`s sehr gut, dass ich so den Fokus der Blüte auf eine sehr einfache Art verstärken kann.  

Da geht noch mehr, ich bin hingerissen und es macht verdammt viel Spaß, damit zu experimentieren. 



Apfelblüte
Glockenhyazinthe

Frühblüher


Donnerstag, 23. April 2015

Kampf gegen die Ackerwinde ohne Gift

Seit nunmehr fast drei Jahren kämpfe ich gegen die Ackerwinde. Bzw. gegen die Zaunwinde, allerdings wird der Begriff Ackerwinde häufig synonym verwendet und hört sich auch fieser an ;)

Wall nach Übernahme im September 2012, sieht nur auf den ersten Blick gut aus- auf den 2. Blick war er leider völlig verunkrautet und von sehr vielen, dornigen und stacheligen Pflanzen besetzt, die eine Säuberung unmöglich zuließen.

Zu meinem Garten gehört auch ein Stück Wall, welches den Kleingärtner von der zivilisierten Welt abhält und umgekehrt. Hierbei handelt es sich um ein Stück Land von der Größe ca. 28x 4 m.
Dafür gibt`s pro Jahr eine Anrechnung auf die so genannte Gemeinschaftsarbeit (Stundenanteile, die jedes Gartenmitglied für den Verein pro Jahr ableisten muss). Leider übersteigt mein persönlicher Einsatz dank der Ackerwinde, der Brennesseln und des Klettenlabkrautes nun zum 2. Mal in Folge die vorgesehenen Einsatzstunden. Also musste eine Lösung her.

Im ersten Jahr versuchte ich, schrittweise mittels Unkraut zupfens, Umgraben und Neubepflanzung mit Sommerblumen den unliebsamen Kräutern Herr (bzw. Frau) zu werden- mit mäßigem Erfolg.

Es machte den Anschein, als ob alles schön wachsen und blühen würde- leider übernahm die Ackerwinde aber immer mehr Raum auch auf den angestammten Pflanzen und begann schon in der Vergangenheit Richtung Wiese hin zu wachsen.

Freilegung eines Streifens im Frühjahr 2013

Sommerblumenstreifen 2013
Oben auf dem Bild ist der Streifen mit den Sommerblumen zu sehen.

Es sahr zwar wunderschön aus, aber leider eben nur auf einem schmalen Streifen von ca. 4m x 0,8 m, dahinter war nach wie vor das Chaos.

Im 2. Jahr schaufelte ich die Flächen wieder frei und buddelte einige Schubkarren voll mit Winden- und Brennesselwurzeln aus, säte erneut diverse bienenfreundliche Blümchen aus und hoffte es geschafft zu haben- wie grenzenlos NAIV... Zumal so etwas nur im zeitigen Frühjahr möglich ist, weil kurz danach schon die Armee der Wildkräuter über die Fläche zieht um das Ganze in einen Urwald zu verwandeln, der ohne Machete und Unmengen Zeckenschutz nicht mehr betreten werden kann...
Aber zurück ins Frühjahr: Bis Mai sah auch alles ganz gut aus- und dann explodierte mein Plan. Klettenlabkraut und Ackerwinde wuchsen und rankten über 3 m hoch, von Sommerblumen kaum noch eine Spur- einzig ein paar Ringelblumen konnten sich behaupten- sah zwar imposant aus, war aber nicht so geplant... Dann auch noch die Info aus dem Gartenvorstand nach der jährlichen Begehung: "Der Wall muss gesäubert werden"... Argh- gesäubert??? Wie???  Ich war so frustriert, dass ich noch nicht einmal mehr Fotos von dem Elend gemacht habe... ich habe im übrigen kein einziges Foto von der Ackerwinde- dafür träume ich in den Sommermonaten von ihr... schätze, ich bin echt traumatisiert ;)

Kurz zu den Zaun- und Ackerwinden: Jedes noch so kleine Wurzelfitzelchen muss weg, da aus den Restwurzeln komplett neue Pflanzen entstehen. Diese winden sich um alles, was sie zu fassen bekommen und umschlingen alle anderen Pflanzen. Und das mit einer Wuchsgeschwindigkeit während der Wachstumsperiode von 10- 30 cm PRO TAG!

Letzte Rettung

Neues Frühjahr, neues Glück. Plan 3 wird in die Tat umgesetzt-  Alles rigoros für 2- 3 Jahre abdecken und ausschließlich punktuell ein paar Pflanzen stehen lassen. 

Also 150g/qm- Unkrautflies nebst 300 Erdankern bestellt, Bruchsteine als natürliche Begrenzung dazu (in der Hoffnung auf ein paar Eidechsen) und los geht es.

Doch zuerst wurden noch einige Wurzeln ausgebuddelt, unter anderem der Ilex.

Ilex, noch in der Erde

Ein sehr dekoratives Stück unbekannte Wurzel, welches auf dem Wall liegend bleiben darf

Dann die Vorbereitung für die Rasenkante:

Rasenkante

Beim Verlegen wird mir klar: Die Winden werden einen Weg zwischen den Überlappungen finden. Aber ich bin bereit, den Kampf weiter zu kämpfen, hauptsache, der Aufwand wird minimiert.


Halbzeit



In der Zwischenzeit dürfen sich die ersten neuen Bewohner dieses Walls entwickeln. Dazu zählen schwarze Johannisbeeren, ein einsamer Himbeerstiel, ein japanischer Fächerahorn und eine stachelfreie Brombeere, die sich schon vor 3-4 Jahren dort ansiedelte und nun freigelegt wurde. Angestammt bleiben durften fast alle großen Büsche und Bäume sowie ein Ziergras und drei Fetthennen, letztere werden auch im Sommer große Flächen der Folie überdecken, wodurch sich das Gesamtbild noch stark verändern wird.

Die stachelfreie Brombeere hat sogar einen Bogen bekommen


Aus dem letzten Jahr haben sich bereits 2 wunderschöne Hibiskusbäumchen eingelebt, dank meinem Gartennachbarn haben sie sogar geflochtene Stämmchen und durch die Unkrautfolie endlich Platz zum größer werden.

Johannisbeeren, nah an der Kante... im Hintergrund eine der dickeren Wurzeln

Langfristig möchte ich dort viele Beerenpflanzen ansiedeln, die sich auch im vorhandenen Halbschatten wohl fühlen sowie eine partitielle Unterpflanzung mit Waldmeister, Kapuzinerkresse und diversen Kräutern- dazwischen immer gerne Sonnenblumen um vielen Insekten und Vögeln auch wieder etwas zu bieten.
  
Der Rhabarber lebt bereits seit einigen Jahren hier und wurde lediglich versetzt
 
Wie es sich entwickelt und welche Pflanzen noch in diesem Jahr dazu kommen, das werde ich nach und nach posten. Da ich die Brennesseln zunächst aus dem Wall verbanne, muss ich mir hier auch noch eine schmetterlingsfreundliche Alternative einfallen lassen- vielleicht einen Brennessel- Kübel...

Ich weiß, dass die Meinungen zu dieser doch sehr radikalen Maßnahme auseinander gehen- jedoch ist das Ziel ein Biotop, welches den Nutzen für den Menschen und die Lebewesen vereint. Und dafür dürfen sich dann diese ca. 112 qm auch mal ein wenig erholen, um danach in neuer Pracht zu erblühen.

Sonntag, 19. April 2015

Insekten und Frühblüher

Ich würde mal sagen, dass die Saison eröffnet ist!


Die Hummeln haben ihre ersten Nester gebaut und der Garten liegt in den Startlöchern, wie immer: Viel Spaß!!!

Wenn sich die Cam in der Ameise spiegelt

Klassische Stubenfliege


"Ihr könnt mich alle mal..." ;)

Ich seh` Dir in die Augen Kleines"

Glockenhyazinthe

Glockenhyazinthe


Zimbelkraut

Erste Frühlingsboten im Garten

Im Garten hält der Frühling Einzug und endlich stimmt auch wieder das Wetter. 

Deshalb gibt es heute auch wenig Text und dafür die ersten Blütenbilder, viel Spaß!


Zwergflieder vor der Blüte

hier ein Größenvergleich- wahrlich ein kleines Gewächs :)

Die ersten emsigen Hummeln

Josterbeere

Pflaumenblüte mit Fliege

Schachbrettblume
Die Apfelblüten sind noch geschlossen