Wir in Witten haben noch einmal Glück gehabt. Während ca. 15km, hinter dem Ardeygebirge, in Hagen, der Notstand ausgerufen wurde und Altena abgeriegelt wird, gab es in Witten zwar Starkregen mit Überflutungen und abgesperrten Straßenzügen, die große Katastrophe zog allerdings knapp an uns vorbei.
Nein, keine Urlaubsreise. |
So ließen es die Witterungsbedingungen auch zu, dass ich mich abends auf den Weg in den Garten machen konnte.
Mangrove oder Ruhrpott? |
Leichtere Überschwemmungen sind dort bei starkem oder lang anhaltendem Regen recht normal, das heutige Ausmaß war jedoch schon etwas besonderes, von den Wassermengen in etwa vergleichbar mit der Gesamtmenge Januar- März 2021- nur halt innerhalb eines Tages.
Daher erinnert mich mein Garten im Moment eher an ein Ökosystem Mangrove als denn an einen Schrebergarten mitten im Ruhrgebiet.
Klimawandelgegner mögen sich bestätigt fühlen- ist aber leider nicht so. Die Zunahme von Extremen ist leicht erklärbar. Das derzeitige Tief dreht sich unter anderem über NRW im Kreis, drumherum drücken die Hochdruckgebiete. Das führt zu immer mehr Regen, der viel zu langsam und wiederholt über das Land fegt (stark vereinfacht ausgedrückt).
Auf dem unteren Bild ist auf der dunkelsten Fläche gerade mein Tümpel entstanden. Er hat eine Fläche von ca. 5qm und beginnt vorne am Eimer bis zur Schubkarre. Immerhin ist er jetzt voll.
Ich teile diese Bilder, um zu zeigen, dass starke Klimaveränderungen in beide Richtungen möglich sind- mit einem Hochwasser, was hin und wieder in abgeschwächter Form durchaus normal ist, in dieser Intensität, mit dieser Kraft der Zerstörung (z.B. in Hagen) und mit dieser Wasserhöhe jedoch absolut nicht mehr in den Bereich der Normalität fällt.
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