Dienstag, 10. März 2015

Drama im Mikrokosmos

Ich bin ja immer wieder fasziniert, welche unfassbaren Auswirkungen ein augenscheinlich kleiner Eingriff in die Natur hat- und wie er in rasender Geschwindigkeit von eben dieser gelöst wird- nicht immer zu Gunsten aller Lebewesen...




In diesem Beispiel mussten im Garten 4 Steinplatten ihren Platz verlassen. Neben einigen Schnecken (argh... Staatsfeind No. 1, siehe auch hier) wurden auch unter 2 Steinen junge Ameisennester freigelegt. Wenige Minuten später kreuzte ein Regenwurm das Gebiet. Während die meisten der Ameisen nun damit beschäftigt waren, ihr Nest in Sicherheit zu bringen (immerhin haben sie gerade ihr Dach verloren) griffen einige der Arbeiterinnen den Regenwurm an.

Noch ist die Welt halbwegs in Ordnung


Dieser hatte keine Chance. Ein wenig schockiert war ich durch die Beobachtung des Reflexes in dem Moment, als der Wurm das Gift der Ameisen zu spüren bekam. Da soll mir noch einmal jemand erzählen dass so "niederes Getier" keinen Schmerz spüren würde- ob nun aus Reflex oder nicht, der zuckt zusammen als hätte er einen Stromschlag erhalten.

Nach den ersten Angriffen


Einen Teil des Dramas konnte ich filmisch festhalten (Regenwurm No. 2 konnte- soweit ich es beobachtet habe- verletzt fliehen).

Gerade Ameisen überfordern meine Vorstellungskraft bisweilen maßlos. Da ist dieser kleine Staat in der Lage, innerhalb weniger Stunden das komplette Nest (hier inkl. der Beute) an einen anderen Ort zu verfrachten... faszinierend, oder? Und alles nur, weil eine Steinplatte entfernt wurde.

Bei einer kleinen Recherche über Regenwürmer fand ich übrigens heraus, dass diese eine Lebenserwartung von mehreren Jahren haben, sehr spannend :)

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