Sonntag, 21. Juni 2015

Mein KLEINer GARTEN im Juni

Nach dem letzten Großprojekt im Garten (Wallabdeckung, siehe auch hier: Kampf gegen die Ackerwinde ohne Gift) geht der reguläre Anbau auf den Beeten weiter. 


Die Kapuzinerkresse sät sich jedes Jahr selbst aus

Der Mai zieht mich gartentechnisch immer komplett runter. Die vorgezogenen Pflanzen werden zu einem Großteil von räuberischen Schnecken aufgefressen oder kümmern durch die Umstellung ins Freiland mau vor sich hin. Das frustriert... wobei ich mit den Paprika und den Peperoni in diesem Jahr Glück zu haben scheine.


Peperoniblüte

Dazu säe ich dann noch hier und dort- meist doppelt und dreifach, alles mögliche aus, und zwar spätestens sobald die Beschreibung der Samentütchen es zulässt. Und dann heißt es warten... warten auf die ersten Keimlinge im Freiland, auf das sprießen der Jungpflanzen und auf die Überraschungen, die der Garten im allgemeinen so bereit hält. Und meine Geduld wird auf die Probe gestellt.


Paprika und Wildtomate "Golden Currant"

Die Trockenheit der letzten Wochen war furchtbar. Am schlimmsten traf es den Mais: Von ca. 25 Körnern haben es sage und schreibe 5 "Golden Bantam"- Pflänzchen an die Oberfläche geschafft. Und die Möhren haben zum wiederholten Mal bei mir gar nicht funktioniert.
Zum Glück war ich so rechtzeitig, dass ich auf meiner Terrasse noch weiteren Mais vorziehen konnte. Dieser wird "indianisch" angebaut: Mit Bohnen und Kürbis (in diesem Fall Zucchini und Honigmelone).


Melonen- und Maisfeld, rechts bereits die Löcher für die letzte Voranzucht und ja, es sieht noch recht kümmerlich aus.

In diesem Jahr habe ich 2 unterschiedliche Sorten Mais, beide vom Dreschflegel- Versand (externer Link): "Golden Bantam" als klassischer Zuckermais und "Rainbow Inka", eine Maissorte mit bunten Körnern (schwarz, rot , gelb), der sich in jungem Zustand als Zuckermais und in ausgereifter Form als Dekomais verwenden lässt. Bei mir wird er wohl eher gegessen! Damit sich die Sorten nicht untereinander kreuzen, musste noch ein weiteres Feld geschaffen werden- auf der anderen Seite des Gartens. Ich hoffe, der Abstand reicht aus und die Kollegen blühen nicht gleichzeitig. Die Maissorten haben gegenüber den konventionellen, mittlerweile auf F1 Hybride ausgelegten Sorten 2 Vorteile:
1. Ich kann die Samen im Folgejahr verwenden und somit nachhaltig meinen eigenen Mais anbauen und
2. sollen sich diese Sorten verzweigen, was die Möglichkeit zu einer höheren Ernte zulässt, abgesehen davon erscheint es mir einfach viel natürlicher als dieser einzelne lange Stengel, der nur ein bis max. zwei Kolben ausreifen lässt.



Tomaten, Brokkoli und mit Glück der 2. Anlauf Möhren

Dafür überzeugt in diesen Tagen das Erdbeerfeld. Ca. 2 kg konnte ich bislang ernten, und ich rechne noch einmal mit ca. 2-3 kg. Das geht, der Rumtopf ist bereits angesetzt ;)



Und eines Tages ist es dann soweit: Der Garten explodiert förmlich. Wo zuvor noch weite Abstände zwischen den Pflänzchen herrschte, wird es eng- meist verdammt eng (ziehen wir nicht alle ein paar cm vom empfohlenen Reihenabstand ab und denken wir nicht jedes Jahr auf`s Neue: "Das wächst gar nicht... da kommt nichts")??? Und pflegt mein Nachbar nicht auch jedes Jahr zu sagen: "Kommt alles". Herrlich, das liebe ich so. ;)

Die ersten Kamille- Blüten
Erdbeeren










Dank meiner wundervollen Nachbarn habe ich in Sachen Zucchini eine Pflanze mit klassischen Früchten, eine mit gelben, runden und eine mit grünen, runden Früchten. Wohlgemerkt: Neben meinem Experiment mit den Keulenkürbissen, die im jungen Zustand geschmacklich wie eine Zucchini sein sollen- selbst bei einer schlechten Saison wird es keinen Mangel geben.

Zucchini und Borretsch


Ein weiteres Experiment in Ruhrgebietserde ist mit Sicherheit die Honigmelone. Die Pflänzchen kümmern momentan auch noch so vor sich hin, aber immerhin kommen jetzt auch die ersten Blätter. Ich würde mich ja wahnsinnig über ein paar Freiland- Melonen freuen, zudem ich (noch) kein Gewächshaus besitze. 


Zuckererbsenblüte- sieht irgendwie sauer aus...

Über meine Tomaten schreibe ich an anderer Stelle noch einmal ausführlicher, da geht es dann um meine Erfahrungen mit dem HATO- Tomatenprojekt von www.Dreschflegel.de (externer Link). Hier sei nur kurz gesagt, dass zur Zeit alles sehr, sehr gut ausschaut.


Tomaten unter dem Dach

Der Brokkoli und die Zuckererbsen scheinen sich wohl zu fühlen, ebenso die Sonnen- und Kornblumen. Neuzugänge sind hier noch das "Sibirische Herzgespann", Teefenchel und Kamille. Meiner Vergesslichkeit ist es zu verdanken, dass ich ungefähr doppelt so viele Sonnenblumen habe wie geplant. Eine komplette Blüte wurde von mit im Herbst verkehrt herum ins Beet gedrückt und ich habe sie komplett vergessen. Erst, als die Keimlinge zu sehen waren, fiel es mir wieder ein...


Links Erbsen und Brokkoli, rechts Sonnenblumen und Herzgespann

In den Wall habe ich noch einige Johannisbeertomaten gesetzt, eine alte Sorte Wildtomaten, die nicht größer werden als Johannisbeeren. Doch diese fasse ich in den HATO- Tomaten- Artikel mit ein, auch wenn es sich um separate Samen handelte.

Im Juli wird sich der Garten dann aller Voraussicht wieder für 2 Monate in ein Dickicht verwandeln- ich glaube, ich bestelle mir eine Machete ;)





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