Dienstag, 7. Februar 2017

DIY Hochbeet im Eigenbau

Gleich im ersten Jahr meiner Gartenübernahme wollte ich auch unbedingt Hochbeete haben.

Nicht schön, aber ausgesprochen zweckmäßig
Und damit ging das große Suchen los... Holz- und wenn welches? Stein, und wenn welche? Gabiolen, und wenn welche Steine zum befüllen? Fragen über Fragen, eine maßlose Überforderung und keinerlei Entscheidungsfindung.

Zucchini im Hochsommer
Die Kostenfrage spielte eher eine untergeordnete Rolle, ebenso die Optik, da meine Anbaubeete hinter einer Sichtschutzhecke stehen. Klar durfte es gerne günstig sein, viel wichtiger war jedoch die Frage der Materialbeschaffung. Kleingarten halt, ein langer Weg von der PKW- Zufahrt in den Garten, zumindest wenn man voll beladen ist.

Irgendwann kam mir dann die Idee: Metallkomposter. Verzinkt= lange Lebensdauer. Als Bausatz= einfach auf- und ggf. wieder abzubauen. Preiswert, so um die 40- 50 Euro/ Stück= 1 Komposter ergibt 1qm Anbaufläche. und bei entsprechendem PKW recht einfach zu transportieren und auch zu tragen.

Februar 2017
Um einer Austrocknung vorzubeugen haben wir die Komposter von innen mit Teichfolie ausgekleidet. Diese gibt es mittlerweile auch ohne ausdünstungintensive Weichmacher. Nicht schick, aber günstig, einfach aufzubauen und lange haltbar. Die Teichfolie haben wir mit Kabelbindern befestigt, eine Seite von insgesamt 4x4 Seitenflächen hat sich nach vier Jahren gelöst.

Im ersten Herbst habe ich die Beete brav nach Anleitung befüllt: 1/4 Holzabfälle, eher Äste und dickere Stämmchen, dann 1/4 Reisig und dünnere Äste. Als nächstes einen fröhlichen Mix aus viel Häckselgut, Laub und Rasenschnitt, zum Schluss nur noch gehäckseltes. So waren meine Hochbeete dann Dank eines ausgiebigen Baumschnittes auch im ersten Herbst bereits gefüllt- dachte ich...

Hier musste noch regelmäßig viel gegossen werden.

Über den Winter setzte die Rotte ein und im folgenden Frühjahr hatte ich nur noch halbvolle Hochbeete. Egal, sie wurden bepflanzt und alles ist wunderbar gewachsen- bis auf die Erdbeeren, denen hat es darin gar nicht gut gefallen und sie wurden in ein normales Beet gesetzt. In den ersten 2 Jahren fiel der Inhalt der Hochbeete nach jeder Auffüllung noch merklich in sich zusammen, im dritten Jahr musste ich nicht mehr so viel giessen. Im letzten Frühjahr konnte ich die Grasnarbe von meinem Gewächshaus in den Hochbeeten unterbringen, seitdem muss ich nur noch gießen, wenn auch im restlichen Freiland zu viel Trockenheit herrscht. Ganz voll sind sie immer noch nicht und ich gebe nach wie vor im Herbst bis ca. drei Monate vor einer Neubepflanzung immer wieder Häckselgut auf.

Gehäckseltes, darunter feinste Erde.
Da im Moment in jedem Jahr neue Nährstoffe zugeführt werden muss ich mir um die Fruchtfolge noch keine großen Gedanken machen. Ich habe in jedem Jahr recht viele Starkzehrer darin (Zucchini, Tomaten, Kürbisse, sogar ein paar Maispflanzen, Kohl) und natürlich ein paar Salatpflanzen und ein paar Kräuter.

Abgesehen davon, dass es in einem Hochbeet immer ein bisschen wärmer ist mag ich sie auch wegen der Bequemlichkeit nicht mehr missen. Unkraut kommt nur selten hoch und durch die angenehme Höhe kann es leicht Beet für Beet beseitigt werden. Ein kleiner Psycho- Trick ist dabei auch die überschaubare Fläche von je einem qm pro Beet. Und ich muss nach dem Zupfen nicht mehr den aufrechten Gang üben- mer werde ja ahl net jünger...

Ich überlege langfristig, noch weitere Hochbeete anzulegen, weil ich bislang nur gute Erfahrungen damit gemacht habe. Und wenn nach ca. 12 Jahren mal umgeschichtet werden sollte (stand irgendwo... damit befasse ich mich dann wenn es soweit ist), dann kann ich sie relativ leicht auseinanderbauen und an anderer Stelle von vorn beginnen.

Keine Kommentare:

Kommentar posten