Donnerstag, 24. November 2016

Lebensräume im Kleingarten: Insektenfreundliche Pflanzen und Projekte

Um ein ökologisches Gleichgewicht und somit einen Lebensraum im Kleingarten herzustellen braucht es ein wenig Entwicklungszeit und ein paar Ecken, die den Besuchern Raum für das ganze Jahr geben- und nicht nur ein paar "Naschecken" in den Sommermonaten.


Der Lohn dafür werden viele unterschiedliche und zumeist auch freundliche Insekten sein, von Wildbienen über Hummeln, Schmetterlinge, Nachtfalter, interessanten Käfern, Libellen und vielem mehr. Dazu kommen die Tiere, die sich von dieser Artenvielfalt ernähren, wie z.B. Igel und Eidechsen.

Rosenkäfer, kein Schädling!
Die Arbeit, die man investieren muss ist gemessen an anderen anfallenden Gartenprojekten extrem gering. Viel wichtiger sind ein paar kleine Ecken, in denen der Garten auch ein wenig rumpelig, fast schon verunkrautet aussehen darf.

Manche dieser Flächen helfen auch um "pflegeleicht zu gärtnern" und sind daher nicht nur für die Tiere interessant.

Welche Möglichkeiten hat nun also der Gärtner?
Im folgenden werde ich meine kleinen Projekte schildern und meine Beobachtungen teilen, die ich nach kurzen, aber auch längeren Zeiträumen machen durfte.

Teichjungfer auf Pampasgras
Totholzecke (im Schatten):
Ein Segen für Mensch und Tier. Für den Gärtner, weil er sich ab sofort keine Gedanken mehr über dicke Äste und sperrige Holzabfälle mehr machen muss. Für die Tiere, weil sie das ganze Jahr über einen Unterschlupf angeboten bekommen- im Sommer als Versteck und potentielle Brutstätte für den Nachwuchs, in den kälteren Monaten zum überwintern. In der schattigen Totholzecke siedeln sich Blindschleichen, Kröten, Florfliegen, Schlupfwespen, Käfer, Schmetterlinge und viele mehr an. Die Insekten locken dann heimische Vögel an, die hier Nahrung finden.
 
Hier hatten sich heimlich Hummeln eingenistet- die Totholzecke befindet sich hinten rechts in der Ecke, das Nest ließ ich nach der Entdeckung in Ruhe.
Die Totholzecke sollte zu einem Großteil aus Ästen von Laubbäumen und weniger aus Nadelgehölzen bestehen- Laubbäume werden lieber von Pilzen besiedelt, die widerum einen positiven Aspekt in den "Lebensraum Totholz" einfließen lassen. Dicke Stämme, dazwischen Reisig und dünnere Äste sowie Laub werden einfach aufeinander geschichtet. Unter den Insekten finden sich nach und nach viele Vertreter ein, denen Blattläuse als Nahrung dienen. Dies führt zu einem natürlichen Gleichgewicht und minimiert den Schädlingsbefall im Garten.

Hirschkäferweibchen- die Brut benötigt ausnahmslos Totholz
Die Totholzecke benötigt einen schattigen, eher feuchten Platz. Bei mir ist sie zwischen meinen Kompostern angelegt, nach hinten durch eine Hecke geschützt und von vorne meist durch Brennesseln verdeckt. Sollten Nachbarn ein Problem haben, hilft das klärende Gespräch, um nicht als "fauler" Gärtner dazustehen.


Totholzhecke (sonniger Standort):
Hier ist die Ansiedlung der Besucher erwünscht, die es nicht ganz so feucht mögen. Die sonnige Totholzhecke bietet viel Schutz für die Tiere und lockt ebenfalls eine Vielzahl unterschiedlichster Insekten an. Meine Hecke entsteht seit dem letzten Frühjahr aus einer alten Thujahecke, die für mein Gewächshaus massiv eingekürzt wurde. Die verbleibenden Äste dienen nun als Gerüst für die aufzuschichtenden Tothölzer. Da die Hecke insgesamt nur eine Länge von ca. 1,50 m hat möchte ich hier ungerne von einer Benjeshecke sprechen. Bei Interesse und Platz lohnt es sich aber durchaus, die Benjeshecke zu googlen.

Wildbienenhotel:
Als ich vor vielen Jahren meine erste Begegnung mit einem Wildbienenhotel machen durfte war ich hochgradig erfreut und fand das richtig toll. Heute bin ich eher enttäuscht und versuche mein eigenes "Hotel" zu bauen. Bei meinen Recherchen fand ich heraus, dass die meisten Wildbienenhotels überhaupt nicht von den Insekten angenommen werden. Die Ausrichtung muss stimmen, die Hölzer müssen den Anforderungen entsprechen und alles klang eher kompliziert.
Ich habe jetzt in 2 dekorative, große Wurzeln viele Löcher in unterschiedlichen Größen hinein gebohrt. Alle so, dass kein Regen hineinfließen kann. Jetzt beobachte ich, ob die Insekten diese Plätze annehmen. Ein gutes Wildbienenhotel mit optimalem Standort sollte irgendwann viele verschlossene Löcher aufweisen- erst dann kann man von einer Annahme sprechen. Und wenn es nicht funktionieren sollte habe ich immer noch die große Totholzecke.


Gewässer:
Bei mir existiert noch ein kleiner, eher sich selbst überlassener Gartentümpel, in dem sich unfassbar viele Molche und mindestens ein Frosch angesiedelt haben.

Molch beim Luft holen
Für einen großen Teich fehlt mir leider die Zeit, aber auch dieser kleine, alte Tümpel lockt viele Tiere an.  

Der große Frosch im kleinen Teich
Libellen tummeln sich dort genauso wie Wasserläufer und im Frühjahr finden sich Kaulquappen und kleine Molchbabys ein.

Libellen, hier Teichjungfern, bei der Paarung
Das Wasser reinige ich mehrmals im Jahr oberflächig von Blättern und versuche ihn nur einmal/ Jahr vom gröbsten Schlamm zu befreien. Ein fast eigenständiges Biotop, an dem ich schon so manch spannende Beobachtungsstunde verbracht habe.


Insektenfreundliche Pflanzen:
Grundsätzlich sind heimische Arten zu bevorzugen. Diese sind perfekt auf unsere Witterungsverhältnisse eingestellt und haben die größten Chancen, sich dauerhaft anzusiedeln. Aber natürlich habe ich auch ein paar Exoten.

Wollschweber beim Sonnenbad
Ich selbst verbinde meine Bedürfnisse gerne mit denen der Lebewesen meines Gartens und somit habe ich diverse Nutzpflanzen, die sich gleichzeitig wunderbar als Nahrungsquelle für Mensch und Tier eignen.

Kapuzinerkresse:
Begonnen habe ich vor einigen Jahren mit der Kapuzinerkresse. Diese sehr dekorative Pflanze dient mir als Salatbeilage und bei Bedarf als natürliches Antibiotikum durch die enthaltenen Senföle.


Kapuzinerkresse unter Beerensträuchern
Alles an dieser Pflanze ist eßbar und die Blüten sind ausgesprochen hübsch.
Sie locken unfassbar viele Hummeln an, die komplett in den Blüten verschwinden können.

Dunkerote Kapuzinerkresse im Gegenlicht
In fast jeder Blüte befindet sich zudem fast immer ein kleiner, schwarzer Käfer am Ende des Sporns- deshalb knipse ich diesen immer ab, wenn ich die Blüten im Salat verwende.

Minze:
Zwischen meiner Terrasse und dem angrenzenden Rasen (eher Wiese) habe ich verschiedene Minzsorten gepflanzt. In der Blüte sind sie Anziehungspunkt für alle fliegenden Insekten. Insbesondere die Tagpfauenaugen konnte ich im letzten August in einer großen Anzahl dort sehen. Aber auch, wie bei allen folgenden Pflanzen, Hummeln, Schwebfliegen und Bienen.

Tagpfauenauge auf Minze
Die Minze ist eine kriechende, rhizombildende Pflanze, d.h. sie braucht einen Standort, der sie auf natürliche Weise im Zaum hält. Dies kann eine Grenze zur Wiese sein, aber auch ein eingeschlossener Bereich aus Wegplatten oder ähnlichem.
Tagpfauenauge auf Minze
Minze mag ihre eigenen Wurzelausscheidungen nicht so gerne und bleibt daher nie länger als ein Jahr am Platz. Bei mir darf sie im vorgegeben Gebiet wandern, aber es haben sich auch bereits 2 Sorten nach 3-4 Jahren verabschiedet.

Ausschnittvergrößerung des Tagpfauenauges

Am robustesten und wuchsfreudigsten ist eine Orangenmize, bei mir am wenigsten kultivierbar war die so genannte Mojito- Minze. Die Ananasminze ist mit ihren dekorativen, grün- weißen Blättern optisch sehr ansprechend und lockt viele grünschillernde Fliegen an.

Borretsch:
Ich mag die hübschen Blüten des Borretsch mindestens genauso gern wie ihn die Hummeln mögen. Borretsch ist eine sehr insektenfreundliche Pflanze, die aber im Überfluß giftig für Bienen zu sein schein.


Borretschknospe Makro
Diese Information gab mir ein Imker, der aber betonte, dass dies erst bei wirklich großen Beständen eine Rolle spielen würde. Borretsch, einmal gesät, kommt jedes Jahr wieder und lässt sich recht einfach im Zaum halten.

Borretschknospen
Als Nutzpflanze ist er eine Grundzutat der "Frankfurter grüne Soße" und die Blätter schmecken gurkig.

Borretschblüte
Aufruhr unter den Borretsch- Liebhabern entstand, als bekannt wurde, dass der übermäßige Konsum nicht gesund sein soll, daher konsumiere ich ihn nicht so und erfreue mich nur an seinen tollen Blüten. Er hat ca. 2qm Platz in meinem Garten.

Das sibirische Herzgespann:
Lockt eine revierverteidigende Wildbienenart an, die "Große Wollbiene". Diese Art verteigt "ihr" Herzgespann ab Spätsommer vehement gegen andere Insekten. Nichts für schwache Nerven: Die Wollbiene attackiert andere Bienen, indem sie sie mit ihrem Hinterleib rammt.

Kurze Verschnaufpause des Wächters: Die große Wollbiene
Dies kann zu irreperablen Verletzungen der Flügel und somit zum Tod der Biene führen. Dennoch wurde sie zur Wildbiene des Jahres 2014 gekürt und darf mein Herzgespann auch in Zukunft bewachen.

Große Wollbienen Makro
Die Pflanze ist einfach zu kultivieren und bildet ca. 80cm hohe Stängel aus, die den ganzen Sommer über blühen.

Sibirisches Herzgespann im Gegenlicht- was für eine Symetrie
Das sibirische Herzgespann verwende ich als getrocknetes Teekraut über das gesamte Jahr. Es hat den Beinamen "Marihuanilla" erhalten, weil ihm eine kleine, Cannabis- ähnliche Wirkung nachgesagt wird- meine Erfahrung bestätigt zumindest, dass der Tee recht entspannend wirkt. "Kleines Marihuana" scheint mir allerdings ein wenig übertrieben.

Spitze des sibirischen Herzgespanns
Wikipedia sagt zu der Heilkraft: "An medizinischen Wirkungen wurden nachwiesen: als Wehenmittel, blutdrucksenkend, antikarzinogen, antibakteriell, wirkt als Thrombozytenaktivierungsfaktor-Antagonist und gerinnungshemmend." (Quelle wikipedia/ externer Link).

Wilde Malve/ Hibiskus/ Stockrosen:
Mit meine Lieblingspflanzen im Garten. Sie blühen den ganzen Sommer über, die Malve sät sich immer wieder neu aus, ist mehrjährig und leicht beherrschbar.

Blüte der wilden Malve
Sie werden ausgiebig von Bienen, Hummeln und Schwebfliegen besucht. Bei mir sind die Malven auch bislang in jedem Jahr von Feuerwanzen übersät. Feuerwanzen mit ihrer interessanten Maserung, die einer Maske ähnelt, sind spannende Tiere, die ständig etwas zu tun haben.

Feuerwanzen- harmlos und unschädlich- einfach nur da und immer in Aktion
Wer sich die Zeit nimmt und einer Feuerwanze mit dem Blick folgt wird seine Freude haben. Als Heilpflanze nutze ich sie bislang noch nicht, sie soll sich gegen Entzündungen einsetzen lassen.

Die üppige Blütenpracht der wilden Malve
Der Hibiskus und die Stockrosen gehören ebenfalls zu den Malvengewächsen. Sie haben wunderschöne Blüten und sind in unterschiedlichen Farben erhältlich.

Kleine Bienenpause Makro
Meine Stockrosen haben sich von selbst ausgesät und sind willkommen.
Hummeln im Hibiskus sehen bisweilen so aus als hätten sie sich in den Pollen gewälzt.

Lavendel:
Der Lavendel zieht während seiner Blütezeit Hummeln, Bienen und Kohlweißlinge an. Andere Schmetterlinge kann ich seltener beobachten, was aber vielleicht auch mit dem generellen Rückgang der Artenvielfalt zu tun haben kann.

Lavendel
Lavendel kann vielfältig verarbeitet werden, von Duftsäckchen über Sirup oder Auszüge, aber auch zum aromatisieren von Zucker und natürlich auch zum kochen.

Schmetterlingsflieder/ Sommerflieder:
Dieser fedrig wirkende Strauch lockte in meiner Jugend unzählige Schmetterlinge an. Leider ist hier der Rückgang an Faltern am stärksten zu beobachten. Aber auch Hummeln und mit viel Glück ein Taubenschwänzchen sind am Sommerflieder zu beobachten.

Hummel auf Sommerflieder Makro
Als Nutzpflanze taugt er so gar nicht, aber er ist ein hübscher Strauch, der den ganzen Sommer über blüht (ich knipse die verblühten Stände konsequent ab und glaube, dass der Strauch so mehr Blüten produziert).

Sonnenblumen:
Jedes Jahr säe ich an mehreren Stellen Sonnenblumen aus. Diese lasse ich dann bis zum nächsten Frühjahr als Vogelfutterquelle stehen. Sieht nach der Blüte nicht schick aus, aber da die Samen über den Herbst/ Winter herausgepickt werden, scheint das Futter angenommen zu werden.
Die Blüte hat sich erst unmittelbar vor dem Foto komplett geöffnet
Sonnenblumen riechen einfach toll, die Blütenblätter können für Salatkrautmischungen verwendet werden und die Imposanz eines großen Exemplares ist einfach überwältigend.  

Biene auf Sonnenblume, übersät mit kleinen Pollen
Hummeln lieben ebenfalls Sonnenblumen und es ist häufig mehr als nur ein Tier pro Blüte zu beobachten.

Kornblumen:
Kornblumen eignen sich mit ihren hübschen, blauen Blüten und ihrer langen Blütezeit wunderbar um Zwischenräume zu füllen.
Echte Kornblume
Sie wachsen nicht gut auf überdüngten/ stark gedüngten Böden und sind insgesamt recht anspruchslos. Ihren Namen erhielten sie als Begleitpflanze auf den Kornfeldern. Die Blütenblätter sind auf Salaten ein hübscher Kontrast.

Fetthenne:
Drei dicke Büsche stehen in meinem Garten und diese sind in der langen Blütezeit im Spätsommer über und über mit Bienen besetzt.
Irgendwie finde ich kein einziges Foto... naja, ich mag sie wohl nicht ganz so gerne, aber wer eine Lücke mit etwas pflegeleichtem füllen muss, dem sei sie angeraten.

Papageienblume:
Natürlich sind heimische Pflanzen zu bevorzugen... die Papageienblume möchte ich aber erwähnen, da sich auf ihr so viele Bienen einfinden, dass man meinen mag, ein Stock würde in unmittelbarer Nähe sein.

Bienen auf Papageienpflanze
Die Früchte der Papageienblume sehen zudem aus wie kleine Wellensittiche. Sie verbreitet sich über Rhizome, die auch mal ein paar Meter wandern können, daher kann es passieren, dass sie im Frühjahr plötzlich irgendwo anders im Garten wieder auftaucht. Es bildet sich dann ein einzelner Stängel, manchmal mehrere in Reihe, die einfach zu entfernen sind.

Die Frucht der Papageienpflanze
Ich lasse immer so 5-6 stehen, die dann zur Blüte und Fruchtbildung kommen dürfen. Als in meinem Hochbeet in diesem Jahr drei Stängel wuchsen musste ich diese leider entfernen, um die vielen Bienen nicht zu stören wenn ich mich um mein Gemüse kümmern musste. Die Blüten ließ ich noch ein paar Tage an derselben Stelle welken, damit die Insekten den Eindruck einer natürlichen Versiegung der Nahrungsquelle hatten. 

Kräuter:
Bei allen Kräutern versuche ich so viele zu kultivieren, dass auch nach der Ernte noch ein paar Pflanzen zur Blüte kommen.

Kamille
Genannt seien hier Salbei, Schnittlauch, Oregano, Kamille, Teefenchel, Basilikum, Melisse, Muskatellersalbei und vieles mehr.

Sommerblumen, hier Mischungen:
Wenn es der Platz zulässt wird im Frühjahr hier und dort die ein oder andere Sommerblumenmischung gesät. Das Angebot ist vielfältig, vom japanischen Blütenteppich bis zur Sonnenblumenmischung gibt es ein reichhaltiges Angebot.
Ein Sommerblumenstreifen
Immer gerne enthalten sind Mohnsamen, Ringel- und Kornblumen.
Je nach Garten gelingen nicht alle Saaten. Dann sollte man sich nicht entmutigen lassen und im Folgejahr einfach etwas anderes ausprobieren.

Kalifornischer Mohn
Eine Blumenwiese kann ebenfalls angelegt werden, bei mir hat es auf einem kleinen Streifen im ersten Jahr toll geklappt. Leider kamen im Folgejahr nur hier und dort ein paar Ringelblumen wieder- also dranbleiben.

Phacelia (fast immer immer mit dem Zusatz "der Bienefreund"):
Eine Pflanze zur Gründüngung und ein wirksamer Unkrauthemmer. Leider habe ich sie erst in diesem Herbst zum erstenmal ausgesät, daher gibt es (noch) keine Fotos. In der Imkerei wird sie als Bienenweide genutzt. Im nächsten Frühjahr werde ich die Grenzgebiete meines Gartens damit bepflanzen- in der Hoffnung, dass auch meine Erzrivalin, die Ackerwinde, ein wenig eingedämmt wird. Phacelia wird auch gegen Nematoden eingesetzt.

Brennesseln:
Jeder Garten sollte eine Ecke haben, in der Brennesseln gedeihen können. Ich mag sie auch nicht sonderlich gerne, sie haben fiese Wurzeln und schmerzen einfach nur- aber sie sind auch eine Hauptnahrungsquelle für viele Raupen, es kann eine Jauche damit angesetzt werden und sie sind als Düngepflanze einfach toll. Ähnlich wie bei der Minze sollte der Brennessel die Möglichkeit zur hemmungslosen Ausbreitung genommen werden- das ist leider nicht immer einfach, aber wenn es der Natur hilft...

Und sonst so?
Geschossenes Gemüse lasse ich noch ein paar Wochen stehen, damit auch hier ein Nahrungsangebot bestehen bleibt. Der Brokkoli z.B. blüht noch bis tief in den Herbst und auch Salatpflanzen bilden reichlich Blüten aus.

Biene an Brokkoliblüten Makro
Pflanzen, die mir fremd sind und die sich selbst ausgesät haben versuche ich zu bestimmen. Dadurch bin ich an ein paar Nachtkerzen gelangt, die Nachtfalter anlocken sollen. Laubansammlungen stopfe ich in die Totholzecke, so bieten sich neue Schutzräume. Bei vielem stelle ich mir die Frage: "Kann hier ein Lebensraum für Mensch und Tier sein?"

Gemeine Wiesenwanze- sie ist winzigklein und kein Schädling. Hier auf Brokkoliblüten Makro
Ich hoffe, meine Ausführungen haben Dir gefallen- über Deine Erfahrungen mit Lebensräumen für heimische Tiere würde ich mich sehr freuen, scheue Dich also nicht einen Kommentar da zu lassen :) Übrigens sind alle Bilder ausschließlich in meinem Garten entstanden, auf knapp 400qm. Und die bunte Vielfalt ist nach wie vor im Wachstum.



Kommentare:

  1. Es ist sehr traurig, dass so viele Insekten sterben! Aber ich hasse Mücken über alles!

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    1. Ja, in Sachen Mücken habe ich vielleicht einen Tipp... zwar nicht vorbeugend gegen den Stich, aber lindernd: Einen heißen Waschlappen oder Löffel (so heiß, dass man es gerade noch aushält und ohne sich ernsthaft zu verbrennen, ca. 45°C) kurz auf die juckenden Stellen drücken. Der Juckreiz lässt sofort nach, hat was mit den Eiweißmolekülen im Gift zu tun. Muss je nach Stich max. 2-4x innerhalb von 1-3 Tagen gemacht werden. Seitdem ich das so mache geht es mir bedeutend besser ;)

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  2. Ganz toll geschrieben! Dankeschön

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